*** News vom 26. Februar ***
Das RKI hat in seinem Stufenplan vom 18.02. die Unsinnigkeit der Schließung von Unterkünften endlich mit Fakten belegt (s. Grafik unten). Fazit: Das Ansteckungsrisiko in Hotels ist „niedrig“. Ferienhäuser - in denen man völlig kontaktlos unterkommen kann - werden nicht mal aufgeführt!

Seit dieser Woche kommt also endlich Bewegung in die „Angelegenheit Urlaub“, denn wir halten nun nicht mehr länger die Füße still, sondern unterstützen mehrere Klagen gegen das Beherbergungsverbot.


Wir haben große Hoffnung, dass diese unsinnigen Schließungen von Ferienhäusern und -wohnungen nun endlich bald ein Ende haben und die Menschen ihr Recht auf Erholung wieder werden wahrnehmen können.

 

Urlaub zu Corona-Zeiten - ist das überhaupt denkbar? Welche Storno-Bedingungen bestehen eigentlich, wenn ich jetzt buche? Und wie sieht es derzeit mit Geschäftsreisen aus?

Auf dieser Seite möchten wir euch gerne auf dem Laufenden halten über die aktuelle Lage, denn viele fragen sich zur Zeit, ob sie ihren gebuchten Urlaub wohl antreten dürfen und wenn ja, unter welchen Voraussetzungen.



Welche Stornobedingungen gelten bei euch im Zusammenhang mit Covid-19?
Wir möchten, dass ihr so sorgenfrei buchen könnt, wie nur möglich. So übernehmen wir als Vermieter die Gefahr der Unmöglichkeit einer Anreise durch einen entsprechenden (Teil-)Lockdown oder ein Beherbergungsverbot.

In einem solchen Fall bieten wir euch eine kostenlose Umbuchung an und wenn es gar nicht anders geht, zahlen wir auch die komplette Anzahlung an euch zurück. (Das sind 250 € bei Buchungsabschluss, bzw. 350 € beim großen Bergquartier. Der komplette Restbetrag ist bei uns immer erst zwei Wochen vor Anreise fällig.

Darüber hinaus halten wir uns bei Detailfragen an die Leitlinien des Deutschen Tourismusverbands:
https://www.deutschertourismusverband.de/service/informationen-zum-coronavirus/faq-fuer-gastgeber.html

Können wir eure Unterkünfte für geschäftliche Zwecke nutzen?

Geschäftliche Reisen dürfen nur für den Fall angenommen werden, dass ein konkreter Auftrag in der Region vorliegt.

Alle anderen geschäftlichen Gründe (wie Homeoffice) gelten leider nicht. Das wird zur Zeit äußerst streng überprüft.

Der benötigte Nachweis für die Kurverwaltung sieht wie folgt aus:

 

 

Wie sieht es mit unserem gebuchten Urlaub bei euch nach dem 7. März aus? Gelten für Hotels und Ferienhäuser dieselben Rahmenbedingungen?

Zunächst wollen wir ein bisschen Aufklärungsarbeit leisten, was unsere Branche betrifft bzw. insbesondere diejenigen Gastgeber, die privat oder im Nebenerwerb vermieten. Überbrückungshilfen? Ausfallhilfen? I r g e n d w e l c h e  Entschädigungen? Fehlanzeige.
Die Regierung mit ihren "milliardenschweren Hilfspaketen“ hat für die Kleinen seit Beginn der Pandemie und bis heute nichts übrig. Dass Unterhaltungskosten weiterlaufen, Anzahlungen von Gästen zurückgezahlt werden müssen und Reinigungskräfte auf 450 €-Basis ebenfalls von uns abhängen, scheint nicht relevant genug zu sein. Dass es keine Alternativen gibt wie einen „Außer-Haus-Verkauf“ bei der Gastronomie, mit denen man zumindest einen Teil der Kosten auffangen könnte, wird genauso wenig berücksichtigt wie die Tatsache, dass wir diejenigen sind, die mit am längsten vom Lockdown betroffen sind. Nicht nur für 1-2 Monate, sondern mittlerweile rund ½ Jahr (Stand: Februar 2021).


Wir sind ganz ehrlich: Hiermit Monat für Monat tagtäglich konfrontiert zu werden, macht mürbe und lässt einen manchmal vergessen, mit welcher Intention wir die Häuser eigentlich so mühevoll aufgebaut haben (s. Video).

Dabei ist uns sehr bewusst, wie groß der Bedarf von naturnahen Ferienunterkünften im Inland eigentlich wäre, denn wir bekommen nach wir vor täglich Urlaubsanfragen von Menschen, die gerne einfach mal raus wollen. Raus aus ihrer Stadtwohnung, raus aus dem Alltag, der schon seit Monaten von Corona und den Maßnahmen geprägt ist. Vor allem, um der Familie endlich mal Hoffnung und eine Möglichkeit zum Durchatmen zu schenken, wo wir doch alle so einen langen Atem an den Tag legen müssen. Die meisten wollen dafür gar nicht weit reisen, sondern fragen uns z.B. aus Braunschweig oder Hannover an.

Liebend gerne würden wir unsere Rückzugsorte in der Natur hierfür zur Verfügung stellen und Argumente dafür gäbe es zuhauf.
Diese Zeiten, in denen wir täglich erfahren, wie groß der Bedarf an ebenjenen Rückzugsorten ist, führen uns einmal mehr vor Augen, welchen Beitrag zur (psychischen) Gesundheit die vielen kleinen Privatvermieter im Land eigentlich so leisten. Nicht umsonst kommen so viele Tagestouristen zu uns in den Harz. Die Menschen - ganz besonders die Familien - lechzen nach unbeschwerter Zeit in der Natur. Ein bisschen Spaß im Schnee und einmal auf andere Gedanken kommen.

Aber auch Vermieter wie wir - mit besonders abgelegenen Unterkünften - sind von den pauschalen Schließungen betroffen. Auch wenn es während eines Ferienhausurlaubs quasi keine Kontakte nach außen gibt. Kontakt-, Abstands- und Hygieneregeln könnten problemlos eingehalten werden. Man versorgt sich selbst, die Anreise erfolgt im eigenen PKW. Es wäre alles machbar.

Doch bis Ferienhausvermieter endlich als Teil der Lösung betrachtet werden, anstatt als Pandemietreiber, bis dahin ist es noch ein weiter Weg, der jeder Menge Sensibilisierungsarbeit bedarf.

Ob der gebuchte Osterurlaub wohl erlaubt sein wird? Wir würden zu gerne in die Glaskugel schauen und der verheerenden Prognose des Tourismusbeauftragten Thomas Bareiß von Mitte Januar keinen Glauben schenken. Demnach sei noch bis Pfingsten mit keiner Lockerung für den Tourismus zu rechnen. Bis Pfingsten würde nach dem katastrophalen Jahr 2020 eine weitere Jahreshälfte der kompletten Schließung bedeuten. Mittlerweile hält man Ostern tatsächlich für andenkbar.

Vielleicht bist du (sind Sie) auf dieser Seite gelandet, in der Hoffnung auf eine Aussage zu dem anstehenden Urlaub bei uns. Wir wünschten, wir könnten hierzu mehr sagen als offiziell bekannt ist. (Können wir leider nicht wirklich)
Vielleicht vermietest du selbst eine Ferienwohnung oder kennst jemanden, der vermietet und sich so wahnsinnig allein fühlt mit seinen Ängsten, Nöten und Sorgen. Ohne großen Verband im Rücken merkt man schnell wie unfassbar egal man der Politik augenscheinlich sein muss.

 

Hier gibt es immerhin gute Nachrichten, denn es hat sich für die Privatvermieter Anfang des Jahres ein Verband der Eigentümer von Ferienwohnungen und Ferienhäusern gegründet, der nun langsam seine Arbeit aufnimmt:

Eine große Erleichterung war für uns auch die Entdeckung einer Facebookgruppe namens „Fewo-Vermieter leiden unter Beherbergungsverbot", die Betroffene miteinander vernetzt und Informationen austauscht. Aber zu wenige Betroffene wissen bisher davon.

Wir glauben aber, dass jeder einzelne mit kleinen Handlungen einen Unterschied machen kann.

Daher:
S p r e a d   t h e   m e s s a g e.

Bitte teilt die Info mit Betroffenen, die ihr kennt, damit der Verband und die Facebook-Gruppe schnellstmöglich an Reichweite und Bedeutung gewinnen können.

Aber noch etwas wird mittlerweile immer deutlicher: Der zwischenmenschliche Kontakt, der sich in jeder Nachricht ausdrückt, bekommt in Krisenzeiten eine immer entscheidendere Rolle. Sei es durch eine wohlwollende Kommunikation, durch Mitgefühl oder ein faires Miteinander. Jede Unterstützung hilft und macht Mut. Auch und gerade wenn mittlerweile jeder mehr oder weniger gesundheitlich, nervlich oder existenziell (oder gar alles drei) von der Pandemie betroffen ist.


Für Selbständige wie uns Vermieter, gibt es nichts Aufbauenderes und Schöneres als zu spüren, wofür sich das Durchhalten lohnt. Wir freuen uns so sehr darauf, bald hoffentlich endlich wieder für euch da sein zu können und unsere Häuser zu öffnen.

All denjenigen, die sich die Zeit genommen haben, unsere Zeilen und unser Anliegen bis hier hin durchzulesen, danken wir von ganzem Herzen. Eure Zeit ist kostbar und dessen sind wir uns absolut bewusst.

 

Herzensgrüße von

 

Malte & Loana